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So stärkst du deinen Hund ganz nebenbei

Erfahre, wie du deinen Hund, mit einfachen Mitteln langfristig stark für diese Welt machst.

 

Manchmal ist es echt zermürbend, oder? Du trainierst, informierst dich, nutzt jeden Strohhalm, der dir irgendwie helfen könnte, weil du dich den Verhaltensweisen deines Hundes völlig ausgeliefert fühlst.

Ich verstehe das total, mir ging es vor über zehn Jahren genau wie dir heute.

Wie gern hättest du einen Hund, denn du überall mitnehmen kannst, der dich nicht einschränkt und mit den ganz normalen Spaziergängen möglich sind.

Ich möchte doch bloß einen „normalen“ Hund, hat eine Kundin neulich einmal zu mir gesagt.
„Einen der funktioniert.“

Das hat sie nicht mal böse gemeint, denn tatsächlich ist ihr Hund schwer traumatisiert und hat noch kein Vertrauen zur Welt. Vielleicht wird ihr Hund nie wie andere mit ins Restaurant oder Büro gehen, vielleicht wird auch niemals ein Urlaub mit diesem Hund möglich sein, doch das Trauma, das der Hund hat, ist leider für das, was er erlebt hat, normal.

Die Verhaltenstherapie mit Hunden ist ein Geduldsspiel für den Menschen, denn schnelle Blitzerfolge sind hier nicht zu erwarten. Sicherlich gibt es immer Fortschritte, die man feiern kann, aber anders als bei einem physisch und psychisch gesunden Hund, mit dem man sofort in ein Training mit System einsteigen kann, dauert eine Therapie, genauso wie bei uns Menschen, seine Zeit.

Wie oft höre ich da den Satz: Ich wünschte es gäbe, die eine Pille, die meinen Hund entspannt und glücklich macht.
Nun es gibt zwar Antidepressiva, Beruhigungsmittel usw., aber die eine Wunderpille, die gibt es nicht.

Aber es gibt die Biologie.

Es gibt den Organismus mit all seinen Funktionen und diese können wir nutzen.

Ein paar simple Alltagstricks helfen deinen Hund langfristig ruhiger und entspannter zu werden und herausfordernde Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Sie helfen deinen Hund dabei zu erfahren, dass er handlungsfähig ist und seine eigene Empfindung steuern kann. Ganz ohne Druck und Stress.
Lass uns mit den Hormonen beginnen, denn jedes Hormon hat Einfluss auf das Verhalten deines Hundes. Das Hormon TSH zum Beispiel, regt die Schilddrüse an, Schilddrüsenhormone zu bilden. Werden hier die Normwerte durch innere oder äußere Einflüsse verändert, können diese Auswirkungen auf das Verhalten haben, wie z. B. Aggression oder Abgeschlagenheit.

Das Geniale bei Hormonen ist, da sie auch durch äußere Einflüsse beeinflusst werden können, können auch wir Einfluss nehmen. Vielleicht hast du schon mal von Glückshormonen oder auch Stresshormonen gehört. Das schauen wir uns jetzt mal genau an und ich verrate dir auch gleich, wie du die Glückshormone kräftigt ankurbeln kannst.

Das erste Hormon, dass ich dir vorstellen möchte, ist Oxytocin. Es wird auch das Kuschel- und Bindungshormon genannt. Es wirkt beruhigt auf deinen Hund und du kannst es tatsächlich auch in stressigen Situationen für deinen Hund aktivieren.
Oxytocin wird beim Kuschel, Kontaktliegen, bei tiefem Blickkontakt in entspannten Situationen mit dem Lieblingsmenschen, durch eine liebevolle Massage oder auch durch Loben angeregt.

Bei manchen Hunden funktioniert deshalb ein Thunder-Shirt, also eine Art Anzug, welcher leichten Druck ausübt, sehr gut oder auch Körperbandagen. Körperbandagen kannst du mit etwas Übung auch selbst anlegen. Aber Vorsicht, nicht jeder Hund mag das. Es ist es aber absolut wert, es auszuprobieren.

Wenn du während du mit deinem Hund kuschelst und er dabei fleißig das Hormon Oxytocin ausschüttet noch ein Entspannungssignal mit integrierst, kannst du dieses, nach erfolgter Verknüpfung, sogar außen in akuten Stresssituationen, anwenden.

Das Sonnenhormon, Serotonin, ist ein wahres Glückshormon. Sonnenbaden, Waldbaden, ein schöner Achtsamkeitsspaziergang, Harmonie im Alltag und auch eine artgerechte Auslastung öffnen Serotonin die Tür.

Serotonin ist ein sehr wichtiges Hormon, denn es hat Einfluss auf das Aggressions – und Angstverhalten deines Hundes.
Achte also darauf, dass ihr auch mal wirklich ruhige Spaziergänge habt, wo du nicht viel von deinem Hund verlangst oder dass ihr im Sommer auch einfach mal im Garten auf der Wiese entspannt, ohne etwas zu tun, damit der Serotoninakku wieder aufgefüllt wird.

Sobald dein Hund Stress hat, wird dieses wundervolles Glückshormon wieder abgebaut, deshalb ist nach einer Stresssituation Ruhe und Entspannung unbedingt notwendig.

Und jetzt stelle ich dir mein Lieblingshormon vor: Noradrenalin
Das „Ich-Schaffe-Das“-Hormon.

Schon klar, Adrenalin und Noradrenalin sind eher als Stresshormon bekannt und das ist auch richtig. In erster Linie sorgt Noradrenalin dafür, dass der Organismus auf Knopfdruck leistungsbereit ist.

Das heißt, dieses Hormon kommt auch bei Gefahr zum Einsatz und macht den Hund flucht- oder auch kampfbereit.
Ein Mangel an Noradrenalin kann aber auch zu Depressionen, Nervosität, Schmerzempfindlichkeit, Unruhe, Angstzuständen, Traurigkeit usw. führen.

Dieses Hormon bewusst im Gleichgewicht zu halten, also auch in völlig gefahrlosen Situationen anzukurbeln, kann deinen Hund wirklich sehr helfen.
Durch das Ausleben von Hobbys, das Fördern von Talenten und Fähigkeiten und positive Lernerfahrung hältst du dieses Hormon in Balance. Dein Hund wird selbstbewusster und von Zeit zu Zeit handlungsfähiger.

Das bedeutet, hab Spaß mit deinem Hund. Lass ihn Freude erleben, statt immer nur mit ihm zu trainieren.

Wenn du in dieses Thema tiefer eintauchen möchtest, lege ich dir unseren Mini-Onlinekurs ans Herz. Dort erfährst du in neun Lektionen, wie du deinen Hund stärkst und bekommst den 7-Schritte-Trainingsplan zum entspannten Hund gleich dazu.

Trainingsplan für einen entspannten Hund

Adrenalin und Noradrenalin sind zwar als Stresshormone bekannt, da sie, wie bereits erwähnt den Hund von jetzt auf gleich Leistungsbereit machen, doch dein Hund braucht diese Hormone auch um ausgeglichen zu sein.

Alle reden immer nur von Impulskontrolle. Aber die Impulsivität brauchen wir genauso. Beim Rückruf möchten wir zum Beispiel, dass der Hund auf der Stelle angerannt kommt – Impulsivität ist hier also gewünscht – Bei Hundebegegnungen andererseits wieder nicht.
Es ist die Ausgeglichenheit, die wir möchten, eine Balance zwischen Impulskontrolle und Impulsivität.

Der Neurotransmitter Dopamin ist als „Botenstoff des Glücks“ bekannt und das zurecht. Es macht so glücklich, dass es süchtig machen kann. Aber keine Angst, wenn du auf ganz natürliche Art und Weise Dopamin aktivierst, ist das mehr als in Ordnung. Übrigens arbeitet Dopamin eng mit Adrenalin und Noradrenalin zusammen.

Vielleicht erklärt, dass auch die „Freude“ die Menschen beim Bungee-Jumping empfinden.
Dopamin kann zu einem über die Ernährung gefördert werden, aber auch eine spontane Belohnung regt den Botenstoff an. Auch, das Erfüllen können von Bedürfnissen und Autonomie helfen deinen Hund, den Botenstoff des Glücks zu produzieren.

Neben den Hormonen gibt es noch weitere wichtige Faktoren, damit dein Hund seine innere Balance findet.
Einer davon ist die Ernährung. Und nein, ich werde dir jetzt nicht erzählen, wie du deinen Hund richtig Fütterst, denn erstens, bin ich keine Ernährungsberaterin und zweitens ist dies tatsächlich bei jedem Hund anders.

Die Ernährung deines Hundes ist extrem wichtig, deswegen würde ich mir immer wieder jemanden holen, der wirklich Ahnung davon hat und sich mit dir und deinen Hund vollkommen auseinandersetzt. Hermine bekommt Lachs mit entsprechenden Beilagen. Vielleicht ist für deinen Hund, Rotbarsch, Hirsch, Lamm, Wildschwein oder Rind viel besser.

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Verhalten deines Hundes. Das sollte man niemals außer Acht lassen.
Allgemein, und das ist auch schon der nächste Faktor, der sich auf das Verhalten deines Hundes auswirkt, ist es wichtig, die Gesundheit des Hundes immer im Blick zu behalten.

Lasse einmal im Jahr ein großes Blutbild machen, achte darauf, dass sich kein Zahnstein bildet, besuche regelmäßig die Physio mit deinem Hund. Auch Verspannungen können nerven und das Verhalten beeinflussen und haben somit auch Einfluss auf die psychische Gesundheit.

Zum Schluss möchte ich mit dir noch über Grenzen und Regeln sprechen. Oft wird ja das Training mittels positiver Verstärkung mit antiautoritärem Training verwechselt.

Ich setzte meinen Hund ständig Grenzen. Der Radius, den Hermine nicht überschreiten soll, zum Beispiel. Aber Grenzen und Regeln haben eben nichts mit Erziehung oder Einschüchterung zu tun. Die kann man tatsächlich auch freundlich beibringen. Ich lobe meinen Hund zum Beispiel, wenn der Radius eingehalten wird. Ich baue es mit meinem Hund auf.
Für meinen Hund lohnt es sich, die Grenzen zu beachten und die Regeln einzuhalten. Zu jedem Verbot bekommt mein Hund eine Alternative, damit er ohne Frust aus einer Situation herausgeht.

Denke an positive Lernerfahrungen. Die macht der Hund nicht mit Strafen und Korrekturen, sondern mit bei einem Training mit Strategie und Herz.

Am Ende möchte ich dich gern nochmal zum kostenlosen Workshop einladen. Zum Anmelden einfach hier klicken.

Erfolgreiches Hundetraining
Es gibt 3 Trainingseinheiten, wo ich dir eine ehrliche Strategie für dein Training mit deinem Hund mitgebe, auf denen ihr aufbauen könnt.
Sei gern dabei, alles wird aufgezeichnet, was bedeutet, wenn du nicht Live dabei sein kannst, schaust du dir das Training einfach dann an, was es für dich passt.

Und nun wünsche ich dir noch einen wundervollen Tag, schreibe gern in die Kommentare welches Hormon du heute angekurbelt hast oder teile es in deiner Story und verlinke @joydogs_coaching.

 

Ich will dich wachsen sehen!

Ich danke dir, dass du dir die Zeit für diesen Blogartikel genommen hast und damit das Zusammenleben mit deinem Hund wieder ein Stück verbessern kannst.

Vernetz dich gerne mit uns auf Facebook und Instagram und nehme den Mehrwert der sozialen Medien mit.
Hab einen wundervollen Tag voller Glückshormone.

Wir sehen uns, deine Katharina.

2 Kommentare zu „So stärkst du deinen Hund ganz nebenbei“

  1. Hallo meine Name ist Nathalie seit bald 9 Monaten lebt ein sehr traumatiesierter Pflegehund bei mir. Ich konnte ihn 4 Monate nicht anfassen. Leine oder Geschirr biss er sofort zu oder flüchtete. Vieles ist besser geworden, er geht nun in den Garten, lässt sich streicheln oder bürsten. Er friert jedoch noch immer komplet ein, wenn ich ihn anleine oder das Geschirr anziehe. Wir waren noch nie drausen. Versuche mit Medikamenten brachte leider nichts. Entweder schlief er nur noch oder wurde agressiv. Liebe grüsse aus der Schweiz Nathalie und Joshi

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